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Beifuß räuchern

Räuchern gehört schon immer zum menschlichen Leben. Ich würde fast behaupten, dass es seit wir Feuer kennen und nutzen zum Einsatz kommt. 
Räuchern und Wildkräuter begeistern mich seit vielen Jahren. 
Die Rauhnächte haben mich inspiriert und seit dem lerne und lese ich gerne so viel wie möglich zum Thema Räuchern. 

Vor vielen Jahren wurden Ställe zur Desinfektion ausgeräuchert. 
Ebenso wurden Wildkräuter für besondere Anlässe gesammelt und verräuchert. 
Diese Tradition hält sich noch bis heute. 
Doch Du benötigst keinen besonderen Anlass, um Räucherwerk zu nutzen. 
Jeder Tag ist besonders.

In Überlieferungen stand das Räuchern früher als Verbindung zwischen der Erde (die Erdung) und die Verbindung zum Himmel (der Luft) gesehen wurde. 
Unsere Vorfahren waren im Einklang mit der Natur, was sie nahmen, gaben sie in Form von Dankbarkeit oder kleinen Gaben zurück.

Der Beifuß war eine der wichtigsten Pflanzen der Germanen.
Krankheiten sollten mit ihm verschwinden oder an der lebenden Pflanze abgestrichen werden.
Die Krankheit sollte so an die Pflanze übergehen. 
Anschließend wurde die Pflanze verbrannt, um die Krankheit endgültig zu vertreiben und auch die Pflanze von dieser zu befreien. 

Beifuß / die Räucherung mit ihm steht für heimischen Schutz. Schau Dich einmal bewusst in Deiner Umgebung um. 
Der Beifuß wächst oft in Menschennähe und soll dies mit „Absicht“ tun, überall wo Natur verletzt, wurde soll er heilend wachsen, um ein Gleichgewicht herzustellen aus „Zerstörung“ und Heilung.

Beifuß soll zudem dabei helfen, Wut und Ärger zu lösen und das Leben wieder in seinen Fluss zu bringen. 

Früher wurde Beifuß am 31. Oktober beispielsweise als Schutz vor bösen Geistern verräuchert oder in das heimische Feuer des Ofens geworfen. Zu dieser Zeit sollen die Grenzen zwischen den Welten sehr dünn sein. So versuchte man Seelen aus dem Jenseits zu signalisieren, dass im hier kein Raum für sie war. 
 Heute wird dieser Brauch von Kräuterwissenden gern angewendet. So soll er vor jeglichem Unglück schützen können.